Milchmarkt braucht neues Instrument zur Mengenregulierung

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 22. September 2026

Die Landwirtschaftskammer fordert die Branchenorganisation Milch auf, mit der Einführung von dynamischen Referenzmengen auf Betriebsebene ein neues Instrument zur Mengenregulierung bei Angebotsüberschüssen zu schaffen. 

In der Sonntagszeitung war kürzlich folgende Schlagzeile zu lesen: «Milchbauern verdienen 8 Franken pro Stunde». Die Grundlage war eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz, welche mit den Vollkostenrechnungen von Agroscope arbeitete. Weil die aktuellen Milchpreise kein angemessenes Einkommen ermöglichen, hat sich am letzten Freitag die Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbands mit dem Milchmarkt befasst. Sie stellte fest, dass die Segmentierung der Mengen nicht mehr ausreicht, um einen ausgeglichenen Markt sicherzustellen. Die Mitglieder unterstützen deshalb das von den Schweizer Milchproduzenten vorgeschlagene Instrument mit dynamischen Referenzmengen auf Betriebsebene. Bei Angebotsüberschüssen ist so sichergestellt, dass alle Lieferanten und damit Erstabnehmer Verantwortung fair verteilt mittragen. Die Landwirtschaftskammer fordert die Branchenorganisation Milch auf, dieses Instrument zeitnah zu konkretisieren und umzusetzen. 

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

Stellungnahmen Änderung der Jagdverordnung

21.02.23 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverbands über die Änderung der Jagdverordnung.

Mehr lesen
Stellungnahmen Perfectionnement des conditions-cadres du transport de marchandises en Suisse

20.02.23 | Prise de position de l'USP sur le perfectionnement des conditions-cadres du transport de marchandises en Suisse.

Mehr lesen
Stellungnahmen Teilrevision der Biozidprodukteverordnung

16.02.23 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverbands über die Teilrevision der Biozidprodukteverordnung.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Unfaire Sparpläne

15.02.23 | Der Schweizer Bauernverband lehnt die unangebrachten Sparpläne des Bundesrats vehement ab.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Neue Runde im Kampf gegen den Abfall

14.02.23 | Der Schweizer Bauernverband verschärft die Botschaft, um den zunehmenden Abfall auf Wiesen und Feldern einzudämmen. Ab sofort können die neuen Tafeln und erstmals auch eine Blache bei den kantonalen Bauernverbänden bestellt werden.

Mehr lesen
Stellungnahmen Änderung des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bundesbahnen (SBBG)

14.02.23 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverbands über die Änderung des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bundesbahnen (SBBG).

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 6

13.02.23 | Beim Spitzengespräch mit Coop wies der SBV erneut nachdrücklich auf die stark gestiegenen Produktionskosten hin und forderte höhere Preise.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
AGRISTAT aktuell Agristat Aktuell 01-23: Die Vegetationsperiode wird länger

10.02.23 | Die steigenden Temperaturen in der Schweiz verlängern die Dauer der Vegetationsperiode im Futterbau, gemessen als Abstand zwischen dem Beginn der Weide im Frühling und dem Beginn der Winterfütterung im Herbst. Vor allem die Weidenutzung im Frühling verschiebt sich mit steigenden Temperaturen im Kalender nach vorne. Pro Grad Anstieg der mittleren Jahrestemperatur wird eine Verlängerung der Vegetationsperiode von 5,8 Tagen in der Talzone und 6,8 Tagen in der Hügelzone geschätzt.

Mehr lesen