Ständerat anerkennt grundsätzlich die Sparsamkeit der Landwirtschaft

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 18. Dezember 2025

Der Ständerat ist einsichtig und verzichtet darauf, den grossen Sparhammer bei den Bauernfamilien anzusetzen. Er verzichtet auf den überwiegenden Teil der Massnahmen im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft. Bedauerlich ist die Kürzung von 3.5 Mio. bei der Qualitäts- und Absatzförderung. Die Landwirtschaft trägt keinerlei Schuld am Loch in der Bundeskasse. 

Der Schweizer Bauernverband ist erleichtert: Der Ständerat will nicht im grossen Stil bei den Sparsamen ansetzen, um den Bundeshaushalt mit dem Entlastungspaket 27 wieder ins Lot zu bringen. Er hat entschieden auf den überwiegenden Teil der bundesrätlichen Massahmen bei der Land- und Ernährungswirtschaft zu verzichten.    Der Entscheid ist insofern korrekt, weil die Landwirtschaft nicht schuld an der Misere ist. Im Gegenteil: Sie leistet ihren Beitrag für stabile Bundesfinanzen: Ihre Ausgaben sind seit 25 Jahren nominal stabil, während die Bundesausgaben um 80 Prozent oder 40 Mrd. Franken gestiegen sind. Unter Berücksichtigung der Teuerung sind die Ausgaben für die Landwirtschaft sogar zurückgegangen. Weil die Anforderungen für den Erhalt von Direktzahlungen Jahr für Jahr steigen, leisten die Bauernfamilien faktisch immer mehr für gleich viel Geld. Zudem sind die Stundenlöhne und Vergleichsverdienste so niedrig, dass der Bundesrat statt zu sparen in der Pflicht stünde, die Entschädigungen zu erhöhen. Es ist also nicht mehr als recht, dass man die Landwirtschaft nicht für die überbordenden Ausgaben in anderen Bereichen bluten lässt. Die Massnahmen des Entlastungspakets und der damit verbundene, zusätzliche Druck auf die einheimische Landwirtschaft sind darüber hinaus nicht mit den vorgesehenen Zollkonzessionen im Rahmen des Mercosur-Abkommens vereinbar. Bedauerlich ist, dass der Ständerat 3.5 Mio. bei der Qualitäts- und Absatzförderung kürzen will. Die Bauernfamilien hoffen, dass der Nationalrat in der kommenden Frühjahrssession hier nochmals eine Korrektur vornimmt.   

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Michel Darbellay

Stv. Direktor
Leiter Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Leiter Geschäftsbereich Viehwirtschaft

Telefon 078 801 16 91
E-Mail michel.darbellay@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

SBV-News SBV-News Nr. 27 (29.6. – 3.7.2020)

06.07.20 | Der SBV konnte in der ständerätlichen WAK seine Position zur Agrarpolitik 22+ darlegen. Aus seiner Sicht ist der Vorschlag des Bunderates inhaltlich nicht kohärent, weil er zu einer Verschärfung der Vorgaben im Inland führt, ohne auch die Importe in die Pflicht zu nehmen. Zudem schwächt die AP22+ die Ernährungssicherheit, bietet den Bauernfamilien keine wirtschaftliche Perspektive und schliesslich weist sie auch inhaltliche Fehler auf. Als Folge hat sich der SBV an der Anhörung für eine Rückweisung der Vorlage ausgesprochen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Gemeinsam die Gesundheit unserer Nutztiere fördern - Organisation «Nutztiergesundheit Schweiz» ist gegründet

03.07.20 | Die Nutztiergesundheit in der Schweiz kann durch gezielte Koordination und Innovation aller Beteiligten noch besser gefördert werden. Nationale Organisationen der Tierhalterschaft, der Tierzucht und des Viehhandels haben dazu gemeinsam mit der Tierärzteschaft, der Vetsuisse-Fakultät und der Vereinigung der Schweizer Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte die Organisation «Nutztiergesundheit Schweiz» gegründet. Ein Schwerpunkt wird in den ersten Jahren auf die Förderung der Rindergesundheit gelegt.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Pflanzenschutz zielgerichtet optimieren

03.07.20 | Der Schweizer Bauernverband begrüsst die Ablehnung der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats der beiden Initiativen im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln. Die damit verbundenen Risiken sind über eine rasche und kluge Umsetzung der parlamentarischen Initiative zu reduzieren.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Sicheres Wandern durch Weiden

30.06.20 | Die Sommerferien stehen vor der Türe und das Wandern boomt. Die Schweiz verfügt über rund 65'000 Kilometer Wanderwege, einige davon führen vor allem im Berg- und Alpgebiet über Weiden. Beim Betreten einer Weide empfiehlt sich ein möglichst ruhiges Verhalten und das grundsätzliche Verbleiben auf dem Wanderweg. Stehen Kühe auf dem Wanderweg, ist Abstand zu halten und die Tiere sind grossräumig zu umgehen. Im Allgemeinen sind Kühe neugierig und nicht gefährlich. Besonders wenn sich Mutterkühe mit ihren Kälbern auf einer Weide befinden, ist auf ausreichend Abstand zu den Tieren zu achten. Mutterkühe schützen ihre Kälber. Auf keinen Fall sollte man sich den Jungtieren nähern oder versuchen diese anzufassen. Das Muttertier kann dies leicht als Bedrohung verstehen. Auch Hunde nehmen Kühe als Gefahr wahr. Diese gehören deshalb an die Leine. Hund und Mensch sollten die Herde weiträumig umgehen. Bei Drohgebärden von Kühen wie das Heben und Senken des Kopfes, Schnauben, Brüllen oder Scharren empfiehlt es sich, die Weide langsam rückwärts zu verlassen. Und nicht vergessen: Viehgatter immer schliessen, damit die Kühe selbst nicht auf Wanderung gehen können!

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Beliebtes BuureZmorge findet statt!

30.06.20 | Nach ersten Unsicherheiten beschloss der Schweizer Bauernverband (SBV), den 1. August-Brunch auf dem Bauernhof auch 2020 durchzuführen. Eine gute Nachricht für alle treuen Gäste des Traditionsanlasses. So kann man auch am nächsten Nationalfeiertag ein frisches Zmorge aus eigenen Produkten in gemütlicher Corona-tauglicher Atmosphäre geniessen. Am besten heute noch auf brunch.ch einen Hof suchen und sich anmelden. Die Anmeldung ist erforderlich.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 26 (22. – 28.06.2020)

30.06.20 | Schweizer Bäuerinnen und Bauern danken mit Sonnenblumen am Feldrand allen, die mitgeholfen haben (und nach wie vor mithelfen), die Corona-Krise zu bewältigen. Der SBV hat unterdessen eine passende Vorlage zum Auszeichnen der Sonnenblumen erstellt: Einfach auf der Einstiegsseite von sbv-usp.ch runterladen, anpassen, ausdrucken, laminieren und aufhängen, sobald die Sonnenblumen blühen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Sömmerung: Vorsorgen und Vorfälle mit Wanderern vermeiden

29.06.20 | Die Sommerferien und damit die Hauptwanderzeit der Schweizerinnen und Schweizer stehen vor der Tür. Viele Wanderwege führen durch Sömmerungsweiden. Die Tierhalter stehen in diesen Fällen in der Pflicht Vorsorgemassnahmen zu ergreifen, um Wanderer ausreichend zu schützen und Unfälle zu vermeiden. Ihnen stehen Empfehlungen und eine Checkliste als Un-terstützung zur Verfügung.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Food Waste verhindern und nicht handelsfähige Lebensmittel in Hofläden kaufen

25.06.20 | Der Schweizer Bauernverband engagiert sich mit verschiedenen Massnahmen für weniger Food Waste auf Stufe Landwirtschaft. Hofläden können nicht handelsfähige Naturprodukte entsprechend auszeichnen oder über Too Good To Go anbieten. Damit will er die Akzeptanz für nicht perfekte Naturprodukten sowie die Wertschätzung für Lebensmittel generell fördern und einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.

Mehr lesen