Unverständliche Kürzungen im Agrarbudget 2027

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 20. August 2026

Während die Ausgaben des Bundes um 2.6 Milliarden Franken oder 3.1 Prozent steigen sollen, plant der Bundesrat, die für die Landwirtschaft vorgesehenen Mittel um 2.7 Prozent zu kürzen. Für den Schweizer Bauernverband ist dieser Entscheid unverständlich. Die Ausgaben für die Landwirtschaft sind seit mehr als 20 Jahren praktisch stabil geblieben. Die geplanten Kürzungen bei den Direktzahlungen kommen nach den grossen Verlusten durch die Trockenheit in diesem Sommer besonders unpassend. 

Der Bundesrat hat heute das Budget 2027 des Bundes vorgestellt. Während die Bundesausgaben insgesamt um 2.6 Milliarden Franken oder 3.1 Prozent steigen, sieht sich die Landwirtschaft mit Kürzungen konfrontiert: Ihr Budget soll um 2.7 Prozent sinken. Allein bei den Direktzahlungen will die Regierung die Mittel um knapp 85 Millionen Franken kappen.

Der Bundesrat begründet die Kürzung unter anderem mit dem zusätzlichen Finanzbedarf der Armee. Das ist nicht schlüssig: Zur Sicherheit der Bevölkerung im Krisenfall gehören auch eine starke einheimische Landwirtschaft und die Fähigkeit der Schweiz, ihre Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen.

Die angekündigten Kürzungen erfolgen zudem in einem Sommer, in dem extreme Trockenheit die Ernten reduziert und die finanzielle Situation zahlreicher Landwirtschaftsbetriebe stark belastet hat. Die Direktzahlungen jetzt zu kürzen, würde das Einkommen der Bauernfamilien ausgerechnet in einem Moment weiter schmälern, in dem viele von ihnen mit den wirtschaftlichen Folgen der Wetterextreme und hohen Produktionskosten zu kämpfen haben.

Der Schweizer Bauernverband lehnt die geplanten neuen Kürzungen im Agrarbudget deshalb entschieden ab. Er erinnert daran: Die Landwirtschaft ist nicht für das Loch in der Bundeskasse verantwortlich. Im Gegenteil: Seit 20 Jahren sind die für die Landwirtschaft bereitgestellten Mittel mit rund 3.6 Milliarden Franken pro Jahr stabil geblieben, während die Ausgaben für alle anderen Aufgaben kontinuierlich gestiegen sind.

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Loïc Bardet

Leiter Departement Wirtschaft, Bildung & Internationales
Präsident bisher, AgriAliForm

Mobile: 079 718 01 88
E-Mail: loic.bardet@sbv-usp.ch 

Weitere Beiträge zum Thema

Standpunkte Ernährungssicherheit: Wortgetreue Umsetzung erwartet!

20.09.18 | Die Annahme des neuen Verfassungsartikels 104a zur Ernährungssicherheit ist bis anhin eine leere Hülse geblieben, obwohl sich rund 80 % des Stimmvolks dafür ausgesprochen haben. Im Rahmen der AP 2022+ erwarten wir nun vom Bundesrat eine wortgetreue Umsetzung dieses neuen Verfassungsartikels.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Die schönsten Blühstreifen des Landes sind erkoren

20.09.18 | Sie haben während des Sommers viele Schweizer Felder farbig geschmückt und Raum geboten für Nützlinge und Bestäuber: die Blühstreifen. Heute wurden die schönsten davon auf dem Hof der Familie Ramseyer in Schüpfen mit Preisen gekürt.

Mehr lesen
Standpunkte Der Bauernhof der Zukunft

20.09.18 | Die Technik wird uns viel, eintönige Arbeit abnehmen und unser Leben erleichtern. Aber sie wird auch Schatten werfen.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 37 (10.09. – 14.9.2018)

19.09.18 | Eine „Agrarpolitik mit Zukunft“ nennt Avenir Suisse ihr kürzlich veröffentlichtes Pamphlet zur Abschaffung der Schweizer Landwirtschaft. Das Papier strotzt nur so von absurden Behauptungen und unsinnigen Vorschlägen. Einerseits hebt Avenir Suisse die Etivaz-Käseproduktion als gut funktionierendes Beispiel hervor – einige Seiten später wollen sie die Verkäsungszulagen, Sömmerungsbeiträge, Strukturhilfen und Absatzförderungsmittel streichen. Diese radikalen Eingriffe wären wohl das Ende dieses beliebten Alpkäses – ganz zu schweigen vom Wegfall vieler Arbeitsplätze in der Region und der Verbuschung der Alpen. Wie lange will die Schweizer Wirtschaft noch eine Denkfabrik bezahlen, deren Ergebnisse nichts zur Lösungsfindung beitragen?

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Der Freiburger Yannick Etter ist der beste Schweizer Gemüsegärtner

15.09.18 | An den SwissSkills Bern 2018 setzte sich Yannick Etter aus Ried b. Kerzers FR am Finaltag durch und errang damit den Titel als Schweizer Meister im Beruf Gemüsegärtner. Platz zwei belegt Filip Luginbühl aus Kirchdorf BE, auf den dritten Podestplatz schaffte es Kevin Schwab aus Ins BE. Im Berufsfeld Gemüsebau gab es zudem Wettbewerbe in der Landwirtschaft und im Weinbau sowie den Pferdeberufen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Der Bündner Johannes Meyer ist der beste Schweizer Landwirt

15.09.18 | An den SwissSkills Bern 2018 setzte sich Johannes Meyer aus Trimmis GR am Finaltag durch und errang damit den Titel als Schweizer Meister im Beruf Landwirt. Platz zwei belegt Adrian Zingg aus Diessbach BE, auf den dritten Podestplatz schaffte es Marc Blunier aus Mühlenberg BE. Im Berufsfeld Landwirtschaft gab es zudem Wettbewerbe im Gemüse- und Weinbau sowie den Pferdeberufen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Erstmals beste Pferdefachperson an den SwissSkills 2018 gekürt

15.09.18 | An den Schweizer Berufsmeisterschaften in Bern setzte sich Sarina Thommen aus Bennwil BL am Finaltag durch und errang damit den Titel als Schweizer Meisterin Pferdefachfrau. Platz zwei belegt Stefanie Lang aus Gelfingen LU, auf den dritten Podestplatz schaffte es Orane Berger aus Saint-Blaise VD. Als Lucky Loser belegte Naëli Bapst den guten 4. Rang.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Der Aargauer Michel Baumgartner ist der beste Winzer, der Walliser Maxime Bagnoud der beste Weintechnologe

15.09.18 | An den SwissSkills Bern 2018 setzte sich Michel Baumgartner aus Tegerfelden AG am Finaltag durch und errang damit den Titel als Schweizer Meister im Beruf Winzer. Bei den Weintechnologen gewann Maxime Bagnoud aus Chamoson VS den Titel. Im Berufsfeld Landwirtschaft gab es zudem Wettbewerbe bei den Landwirten, im Gemüse- und Weinbau sowie den Pferdeberufen.

Mehr lesen