Erfolg für die landwirtschaftliche Interessensvertretung

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 17. März 2026

Mit einem grossen gemeinsamen Effort ist es gelungen, das geplante Sparpaket des Bundesrats in der Höhe von 259 Mio. Franken pro Jahr auf dem Buckel der Bauernfamilien im Parlament weitgehend abzuwenden. Umgerechnet sind das über 5000 Franken pro Betrieb über viele Jahre, weil sich die Finanzierung der AP2030 auf diese Basis abstützen wird.

Der Bund muss sparen. In seinem Entlastungspaket sah er auch umfangreiche Massnahmen in der Grössenordnung von 259 Mio. Franken im Bereich der Landwirtschaft vor. Davon konnten rund 256 Mio. Franken abgewendet werden. Betroffen gewesen wären Beiträge für die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten, Beihilfen Viehwirtschaft, Verwertung für Schweizer Obst, Versteigerung Zollkontingente, Kürzung der Landschaftsqualitätsbeiträge oder die Absatzförderung. Weil viele davon marktwirksam gewesen wären, hätten die Kürzungen zusätzliche negative Effekte auf die Produzentenpreise gehabt. Mit intensivem Lobbying auf allen Ebenen der landwirtschaftlichen Interessensvertretung ist es am Schluss gelungen, die geplanten Sparmassnahmen im Bereich der Landwirtschaft fast vollumfänglich abzuwenden. Das ist insofern zentral, weil sich die Finanzierung der kommenden Agrarpolitik 2030 auf diese Grundlage abstützen wird. Für die einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe sind damit Einbussen in der Höhe von über 5000 Franken pro Jahr verhindert worden. Das ist wichtig, weil die landwirtschaftlichen Einkommen nach wie vor deutlich zu tief sind. 

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Michel Darbellay

Stv. Direktor
Leiter Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Leiter Geschäftsbereich Viehwirtschaft

Telefon 078 801 16 91
E-Mail michel.darbellay@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Produzentenpreise müssen weiter steigen!

04.10.22 | Die aktuellen Schätzungen zum Landwirtschaftsjahr 2022 zeigen, dass die Bauernfamilien Ein-kommenseinbussen erwarten. Um die massiv gestiegenen Kosten für die Produktionsmittel sowie die zusätzlichen Aufwände aufgrund neuer Umweltauflagen zu decken, ist eine weitere Verbesserung der Produzentenpreise um mindestens 10 Prozent nötig.

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 39

03.10.22 | Am WTO Public Forum der Welthandelsorganisation organisierte der SBV ein Podium zum Thema Ernährungssicherheit und wie der internationale Handel die Inlandproduktion beeinflusst.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Beim Wolf braucht es Nägel mit Köpfen

29.09.22 | Die Wolfproblematik hat mit den steigenden Beständen exponentiell zugenommen. Die Landwirtschaft und insbesondere die Alpwirtschaft sind durch die aktuelle Situation existenziell gefährdet.

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 38

27.09.22 | Das Thema Strommangellage beschäftigt die Schweiz. So sind auch Landwirtschaftsbetriebe vor allfälligen Stromunterbrüchen betroffen. Auf unserer neuen Themenseite gibt es alle Informationen dazu.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Klare Mehrheit erachtet Massentierhaltungsinitiative als unnötig

25.09.22 | Die Schweizer Stimmbevölkerung lehnt die Massentierhaltungsinitiative mit 63 Prozent klar ab. Sie sagt damit Nein zu einer staatlich verordneten Tierhaltung gemäss Bio-Standard. Die Schweizer Landwirtschaft ist froh über diesen Entscheid. Denn: Das Angebot ist bereits da! Wenn alle Ja-Stimmenden dieses in Zukunft nutzen, dann können sich Bio-Lebensmittel und andere besonders tierfreundliche Labels über eine markante Steigerung des Absatzes bei tierischen Produkten freuen und zahlreiche Bauernbetriebe ihre Tierhaltung umstellen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Strommangel kann auch Landwirtschaft treffen

23.09.22 | Im nächsten Winter ist es aufgrund einer europäischen Mangellage mit Strom nicht ausgeschlossen, dass es phasenweise Unterbrüche gibt. Die Landwirtschaftsbetriebe müssen sich vorbereiten. Panik ist jedoch nicht angezeigt.

Mehr lesen
Stellungnahmen Auswirkung von Gasmangel auf die Ernährungssicherheit

23.09.22 | Das Thema Strom- und Gasmangellage ist allgegenwärtig und führt zu Fragen und Verunsicherungen, so auch in der Landwirtschaft. Wir möchten Sie im Zusammenhang der Konsultation zur Gasmangellage auf ein paar wichtige Punkte im Interesse der Lebensmittelversorgung und der Versorgungssicherheit hinweisen. Wir unterstützen grundsätzlich das Vorgehen des Bundesrats, um die Schäden einer Mangellage möglichst tief zu halten. Dennoch fehlen bei einer rein auf möglichst tiefe Wirtschaftsverluste ausgelegte Planung Aspekte, die insbesondere bei der Lebensmittelproduktion entscheidend sind.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Überbordender Aktivismus im Nationalrat

21.09.22 | Der Nationalrat lehnt die Biodiversitätsinitiative zwar ab, will dieser aber einen viel zu weit gehenden indirekten Gegenvorschlag gegenüberstellen. Er gibt dem Bundesrat so grosse Kompetenzen zur Ausscheidung von Flächen für die Biodiversität, dass er damit faktisch die Katze im Sack kauft. Der Schweizer Bauernverband ist bestürzt über diese Pläne und hofft auf einen besonneneren Ständerat.

Mehr lesen