Milchmarkt braucht neues Instrument zur Mengenregulierung

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 22. September 2026

Die Landwirtschaftskammer fordert die Branchenorganisation Milch auf, mit der Einführung von dynamischen Referenzmengen auf Betriebsebene ein neues Instrument zur Mengenregulierung bei Angebotsüberschüssen zu schaffen. 

In der Sonntagszeitung war kürzlich folgende Schlagzeile zu lesen: «Milchbauern verdienen 8 Franken pro Stunde». Die Grundlage war eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz, welche mit den Vollkostenrechnungen von Agroscope arbeitete. Weil die aktuellen Milchpreise kein angemessenes Einkommen ermöglichen, hat sich am letzten Freitag die Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbands mit dem Milchmarkt befasst. Sie stellte fest, dass die Segmentierung der Mengen nicht mehr ausreicht, um einen ausgeglichenen Markt sicherzustellen. Die Mitglieder unterstützen deshalb das von den Schweizer Milchproduzenten vorgeschlagene Instrument mit dynamischen Referenzmengen auf Betriebsebene. Bei Angebotsüberschüssen ist so sichergestellt, dass alle Lieferanten und damit Erstabnehmer Verantwortung fair verteilt mittragen. Die Landwirtschaftskammer fordert die Branchenorganisation Milch auf, dieses Instrument zeitnah zu konkretisieren und umzusetzen. 

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Weitere Beiträge zum Thema

SBV-News SBV-News Nr. 21 (21.05. – 25.05.2018)

30.05.18 | Der Bundesrat hat auf zahlreiche Fragen von Parlamentariern geantwortet, die über die geplante Umstrukturierung von Agroscope besorgt sind. Einerseits sagt er, „dass alle Bemühungen unternommen würden, um Agroscope zu sichern" und andererseits, „dass wahrscheinlich 400 bis 500 Mitarbeitende umziehen oder den neuen Arbeitsweg auf sich nehmen müssen“. Das ist keine sehr vertrauensfördernde Kommunikation! Es benötigt klare Ansagen, um das beschädigte Vertrauen wiederherzustellen. Und vergessen wir nicht: Wir brauchen die Agrarforschung dringender denn je!

Mehr lesen
Stellungnahmen Pa.Iv. Eder 12.402 "Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission und ihre Aufgabe als Gutachterin"

30.05.18 | Le patrimoine culturel suisse et ses paysages typiques contribuent à la beauté du pays. La préservation de cette richesse paysagère, que cela soit les campagnes rurales agricoles ou les monuments culturels, s’avère essen-tielle. En outre, l’attrait du panorama suisse constitue un atout majeur pour le tourisme. Ainsi, la présente proposition de révision nous paraît judicieuse, dans la mesure où les intérêts cantonaux auront davantage de poids dans le processus décisionnel. Ce gain de flexibilité devrait aussi profiter aux intérêts de l’agriculture, ce que nous saluons. Par conséquent, nous soutenons le projet de révision dans son ensemble, tout en rappelant que celui-ci ne doit entraîner aucun affaiblissement de la production agricole.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Landwirtschaft fit für den Klimaschutz

25.05.18 | An der vierten Mitgliederversammlung des Vereins AgroCleanTech, Plattform für Energieeffizienz und Klimaschutz in der Landwirtschaft, war die Reduktion von landwirtschaftlichen Treibhausgasen ein zentrales Thema. Mit der Schaffung einer soliden Wissensbasis in Sachen Klimaschutzmassnahmen, Prüfung eines Kompensationsprogramms und der Realisierung einer Energieberatung in der Romandie soll die Landwirtschaft mit AgroCleanTech fit in die Zukunft starten.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Am Markt vorbei politisiert

25.05.18 | Die Initiative von Future 3 „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“ würde Lebensmittel verteuern und die Wahlfreiheit der Konsumenten beschneiden. Sie lässt zudem die übrigen Anwendungsbereiche ausser Acht. Aus diesen Gründen lehnt der Schweizer Bauernverband sie ab.

Mehr lesen
Stellungnahmen Änderung der Arzneimittelbewilligungsverordnung (AMBV)

24.05.18 | Der SBV begrüsst grundsätzlich die Angleichung an die EU-Bestimmungen. Mit der vorliegenden Verordnung und deren Vollzug wird gerade dieser Grundsatz im Bereich der Tierarzneimittelbereich missachtet. Konkret gilt dies für die “sinngemässe Anwendung” der GDP-Regel auf Tierarzneimittel, welche vom Schweizerischen Heilmittelinstitut konkretisiert wurden. Dieser Vollzug ist aus verschiedenen Gründen unhaltbar. So werden unter anderen Vorschriften über temperaturüberwachte Transporte von der EU übernommen, welche dort lediglich für Humanarzneimittel gelten. In der EU dienen die GDP-Regeln auch der Verhinderung des Eindringens von Fälschungen in legale Lieferketten.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Kurzfilme geben Einblick in die Landwirtschaft

23.05.18 | Der Schweizer Bauernverband lanciert die Kurzfilmreihe «Schweizer Bauern». Die Serie von fünf Filmen gibt Einblick in die vielfältige Landwirtschaft der Schweiz. Im Zentrum stehen dabei die Themen Ökologie, Tierwohl, Qualitätsprodukte sowie Landschaft und Natur. Die Videos zeigen Bäuerinnen und Bauern in ihrem Alltag und gewähren so einen Blick in ihre Tätigkeit und Denkweise.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 20 (14.05. – 18.05.2018)

23.05.18 | Der Jahresbericht 2017 des SBV ist erschienen und wurde der Bauernzeitung, dem Agri und Agricoltore beigelegt. Wer ihn nicht erhalten hat, findet ihn auch auf unserer Internetseite www.sbv-usp.ch zum Anschauen und Runterladen. Er gibt einen Rückblick über das vergangen Jahr, die gesetzten Ziele, die erreichten Erfolge und was sonst so alles auf der Geschäftsstelle und in den Gremien lief.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Weltbienentag: Die Schweizer Landwirtschaft sorgt sich

20.05.18 | Die Bienen liefern nicht nur Honig, sondern sind als Bestäuber unerlässlich für die landwirtschaftliche Produktion. Deshalb tragen die Schweizer Bauernfamilien diesen fleissigen Insekten Sorge. Sie haben zahlreiche Massnahmen ergriffen, um Bienen zu fördern und negative Auswirkungen zu vermeiden. Der heutige, internationale Weltbienentag unterstreicht die grosse Bedeutung der Bienen.

Mehr lesen