SBV-News Nr. 9
Notiz der Woche
Die Tier&Technik 2026 in St. Gallen verzeichnete rund 35'000 Besuchende. Mit etwa 500 Ausstellenden zählt die Messe zu den führenden Fachveranstaltungen für Nutztierhaltung, landwirtschaftliche Produktion, Spezialkulturen und Landtechnik. Die Agrisano nutzte den Auftritt, um mit Kundinnen, Kunden und Interessierte Gespräche zu führen. Beraterinnen und Berater aus SG, AI, AR, TG, ZH, GL sowie Brugg pflegten den direkten Austausch. Besonders beliebt war das Popcorn am Stand, das bei den Messebesuchenden sehr gut ankam.
Landwirtschaftskammer
An ihrer ersten Sitzung 2026 diskutierte die Landwirtschaftskammer (LAKA) die schwierige Lage bei Milch, Schweinen und Wein. Sie ruft Konsumentinnen und Konsumenten auf, einheimische Produkte zu bevorzugen, fordert Verarbeiter auf, Absatzmöglichkeiten zu verbessern, und Produzenten, die Produktion wo möglich zu reduzieren. Zum Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten stellt die LAKA die klare Forderung, dass Begleitmassnahmen zwingend sind, um das Abkommen unterstützen zu können. Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Mittel für Strukturverbesserungen und Absatzförderung für die betroffenen Branchen. Schliesslich genehmigten die Mitglieder das Budget 2026 des SBV und informierten sich über verschiedene laufende Geschäfte.
Austausch mit Fachverband der Wasser-, Gas- und Wärmeversorger
Der SBV diskutierte mit der Spitze des Schweizer Fachverbands der Wasser-, Gas- und Wärmeversorger (SVGW) diverse Themen rund um die Wasserqualität. Im Zentrum standen die politischen Geschäfte rund um Pflanzenschutzmittel. In einigen Punkten ergaben sich gemeinsame Positionen, die nun weiterverfolgt werden.
Prävention von Tierseuchen
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) hat die Motion 26.3022 «Prävention von Tierseuchen fördern und unterstützen» eingereicht. Ziel: Tierhalter sollen für Einkommensverluste oder zusätzliche Kosten entschädigt werden, wenn Präventionsmassnahmen gegen hochansteckende Tierseuchen wie die Lumpy-Skin-Krankheit angeordnet werden. Die Motion reagiert auf das Weideverbot in Frankreich 2026, das rund 260 Betriebe betrifft, und sendet ein klares Signal: Prävention lohnt sich – für die Tierhalter und für den Bund.
Weidemanagement und Grossraubtiere
Im Rahmen der Dialogplattform Weidemanagement und Grossraubtiere fand ein Online-Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Tourismus, Langsamverkehr und Prävention statt. Im Zentrum standen der Austausch von Erfahrungen und Lösungsansätzen im Spannungsfeld von Weidemanagement, Freizeitnutzung und der Rückkehr grosser Beutegreifer.
Schlachtviehstatistik mit Bio-Daten
Die Schlachtviehstatistik Januar 2026 enthält erstmals Daten zu Bio-Tieren. Diese sind tendenziell etwas leichter als Tiere aus konventionellen Betrieben. Der Anteil von Schlachttieren aus Bio-Betrieben reicht von 2,5 % beim Geflügel bis 30,7 % bei Ochsen. Die monatliche provisorische Statistik kann über einen Mail-Verteiler bezogen werden (info@agristat.ch). Die wichtigsten Daten erscheinen zudem im statistischen Monatsheft als PDF.