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EFTA

Die europäische Freihandelsassoziation (EFTA: European Free Trade Association) ist eine Freihandelszone in Europa, die 1960 von der Schweiz und sechs anderen Staaten gegründet wurde. Ziel war die Förderung von Wachstum und Wohlstand der Mitgliedstaaten sowie die Vertiefung des Handels und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Zudem sollte die Assoziation ein Gegengewicht zur Europäischen Gemeinschaft und deren wirtschaftlichen und politischen Zielen  bilden. Heute sind noch Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz in der EFTA zusammengeschlossen. Die EFTA-Staaten, mit Ausnahme der Schweiz, bilden zusammen mit den Mitgliedern der Europäischen Union den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Im Zentrum des EFTA-Abkommens steht der Zollabbau für industrielle Produkte zwischen den Mitgliedstaaten. Jedes Land hat daneben seine eigenen Zolltarife gegenüber Drittländern und verfolgt seine eigene Wirtschaftspolitik. Die Landwirtschaft und der Arbeitsmarkt werden nicht von der Freihandelszone beeinflusst.

Schliesslich haben die Mitglieder die EFTA seit den 1990er Jahren als Plattform für die gemeinsame Aushandlung von Freihandelsabkommen mit Drittstaaten ausserhalb der EU genutzt. Gegenwärtig sind 27 solche Abkommen abgeschlossen und und zahlreiche in Verhandlung. In einem Zusatzprotokoll vereinbaren die EFTA-Mitglieder jeweils unabhängig voneinander mit dem Vertragspartner ein eigenes, bilaterales Landwirtschaftsabkommen. Diese Freihandelsabkommen mit Drittstaaten sind für die Schweizer Exportwirtschaft von nicht zu unterschätzender Bedeutung: Die EFTA-Freihandelsabkommen decken heute sieben Prozent der Schweizer Exporte ab.