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Pflanzenschutz: Verbesserungen sind eingeleitet

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 02. April 2019

Der Schweizer Bauernverband anerkennt das Problem der Pflanzenschutzrückstände in kleineren Oberflächengewässern im intensiv genutzten Mittelland. Mit dem Aktionsplan Pflanzenschutz lässt sich dieses wirksam angehen. Eine konsequente Umsetzung auf allen Ebenen ist gefragt!

Die eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) hat 2017 verschiedene kleinere Bäche in intensiven Ackerbaugebieten auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Dabei fand sie zum Teil Konzentrationen, die den aktuell gültigen Grenzwert für organische Pestizide gemäss Gewässerschutzverordnung von 0.1 µg/l überschritten. Der Schweizer Bauernverband ist sich bewusst, dass bei kleineren und mittleren Bächen im Mittelland Handlungsbedarf besteht. Der Landwirtschaft sind saubere Gewässer und eine intakte Umwelt ebenfalls wichtig. Die Branche arbeite deshalb daran, ihre Arbeit stetig zu optimieren. Sie trägt entsprechend auch den nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz – der seit 2018 in Umsetzung ist – voll und ganz mit.  Dieser will besonders kritische Stoffe ersetzen sowie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, ihr Eintrag in die Umwelt wie Gewässer und das damit verbundene Risiko minimieren. Da der Aktionsplan erst nach den Untersuchungen der Eawag startete, ist dessen Wirkung in den vorliegenden Untersuchungen noch nicht erkennbar. Nötig ist die konsequente Umsetzung auf allen Ebenen – damit die nächsten Untersuchungen eine Verbesserung der Wasserqualität in den Bächen zeigen.

Rückfragen

David Brugger

Schweizer Bauernverband
Leiter Geschäftsbereich Pflanzenbau

Telefon 077 438 90 88
E-Mail david.brugger@sbv-usp.ch

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