(Viel) Geld abholen statt verschenken!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 11. Mai 2026

Der Bund stellt jährlich 60 bis 70 Mio. Franken zur Verfügung, um Landwirtschaftsbetrieben die Mineralölsteuer zurückzuerstatten. Pro Betrieb kann das mehrere Tausend Franken ausmachen! Bis jetzt hat erst ein kleiner Teil der Betriebe die dafür nötige Registrierung vorgenommen. Wer das nicht macht, verschenkt folglich einen hohen Geldbetrag. Zudem besteht das Risiko, dass der Bund die Gelder kürzt und diese für immer verloren sind.

Zwischen Mai und Juni können die Landwirtschaftsbetriebe beim Bund die Mineralölsteuer für das letzte Jahr zurückverlangen. Dafür ist neu zuerst eine einmalige Registrierung nötig. Bis jetzt hat erst ein kleiner Teil der Betriebsleitenden diese gemacht. Wer nicht registriert ist, kann keinen Antrag auf Rückerstattung einreichen! Wer sofort handelt, kann die ihm zustehenden Gelder für die Rückerstattung 2025 noch abholen. Es geht um grosse Beträge, die je nach Betriebsgrösse mehrere Tausend Franken ausmachen können. 

Selbst machen oder delegieren

Die Registrierung erfolgt einmalig auf der neuen Plattform Taxas des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit. Die Details zum Vorgehen für die Registrierung sind auf der Webseite des Schweizer Bauernverbands unter dem Stichwort «Mineralölsteuer» zu finden. Grundsätzlich kann man die Registrierung selbstständig vornehmen. Wer Unterstützung benötigt, kann sich an seine Treuhandstelle oder an den landwirtschaftlichen Beratungsdienst wenden. Sowohl die Registrierung als auch die Gesuchstellung können delegiert und von einer anvertrauten Person – etwa einer Treuhänderin oder einem Treuhänder oder einer Fachstelle – übernommen werden.

Nicht warten!

Es gilt zu beachten, dass die Verarbeitung der Registrierung einige Tage dauert. Um die Erstregistrierung abzuschliessen, bekommt man einen Registrierungscode per Post zugestellt. Anschliessend kann man noch bis zum 30. Juni die eigentliche Rückerstattung beantragen. Ab Juli ist eine Rückerstattung für 2025 nicht mehr möglich. Es lohnt sich, sich die Mühe zu machen. Total geht es um Gelder in der Höhe zwischen 60 und 70 Millionen Franken, die den Bauernbetrieben zustehen. Wer das Geld nicht abholt, verschenkt einen hohen finanziellen Betrag. Es besteht zudem die Gefahr, dass der Bund die Mittel kürzt oder umschichtet und sie in der Folge für immer verloren sind. 

 

Was ist AGOV und warum lohnt es sich?
 

AGOV ist das neue Behörden-Login der Schweiz. Damit kann man sich bei den Online-Diensten von Bund, Kantonen und Gemeinden anmelden. Auch für den Zugang auf die verschiedenen digitalen Plattformen der Landwirtschaft kann man AGOV nutzen. Es funktioniert ohne klassisches Passwort und gilt deshalb als einfacher und sicherer. Am einfachsten nutzt man dafür die AGOV «Access App» auf dem Smartphone. Wer AGOV das erste Mal nutzt, muss sich registrieren. Anschliessend ist es sehr einfach. Wenn man sich für eine behördliche Online-Plattform anmelden will, scannt man mit der APP den gezeigten QR-Code und bestätigt den Zugang z.B. mit seinen biometrischen Daten (Gesicht oder Fingerabdruck) oder einem Pin. 

Weitere Beiträge zum Thema

SBV-News SBV-News Nr. 44 (26.10. – 01.11.2020)

03.11.20 | Launch des neuen Shops Nach einigen Monaten Vorbereitung, Konzeption, Programmierung und Abfüllen der Inhalte ist der neue Shop shop.landwirtschaft.ch fertig. Der bisherige Shop basierte auf einem alten System und war entsprechend in die Jahre gekommen. Darum haben wir nach einer neuen Lösung gesucht, die zudem einfacher zum Bewirtschaften sein sollte. Nachdem wir letzten Frühling die Webseite landwirtschaft.ch mit dem Contentmanagement System Wordpress umgesetzt haben, beschlossen wir dieses auch anzuwenden.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Erfreulicher Entscheid für mehr Steuergerechtigkeit

30.10.20 | Der Nationalrat stimmte heute zwei kantonalen Initiativen der Grenzkantone St. Gallen und Thurgau (18.300 und 18.316) sowie einer Motion der Finanzkommission (19.3975) deutlich zu, welche eine aktuell bestehende Steu-erungerechtigkeit beseitigen wollen. Sie fordern, dass auf sämtlichen Einfuhren im privaten Warenverkehr die Schweizer Mehrwertsteuer zu entrichten ist, sofern die ausländische Mehrwertsteuer zurückgefordert wird. Damit wollen die Vorstösse eine indirekte Subventionierung des Einkaufstourismus stoppen. Einkaufstourismus ist auf mehreren Ebenen schädlich: Er unterläuft die strengen Produktionsbedingungen im Inland und erhöht den Preisdruck auf Schweizer Produkte mit Mehrwert. Er schwächt die Wirtschaft und gefährdet Arbeits- und Ausbil-dungsplätze. Er führt zu einer unnötigen Belastung der Umwelt durch den zusätzlichen Verkehr. Der Schweizer Bauernverband begrüsst deshalb den Entscheid der grossen Kammer zugunsten von mehr Fairness im Wettbe-werb und der Steuerbelastung.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 43 (19. – 25.10.2020)

26.10.20 | Die Europäische Union kündigt an, dass in ihrer künftigen gemeinsamen Agrarpolitik 20% der Direktzahlungen speziell für ökologische Leistungen ausbezahlt werden sollen. Den Mitgliedstaaten soll dabei ein gewisser Ermes-sensspielraum bei der Umsetzung eingeräumt werden. Gegenwärtig erfüllen in der Schweiz mehr als 98% der Betriebe den ökologischen Leistungsnachweis und rund 40% der derzeitigen Direktzahlungen sind auf konkrete ökologische Ziele ausgerichtet. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass die Schweizer Landwirtschaft mit den in den nächsten Jahren geplanten Massnahmen ihren Vorsprung nicht nur halten, sondern weiter ausbauen wird. Es darf aber nicht sein, dass die Mehrkosten allesamt zulasten der Bauernfamilien gehen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Bauernfamilien: Lasst die Schweiz erblühen!

26.10.20 | Tue Gutes und sprich darüber: Der Schweizer Bauernverband lanciert für 2021 eine Aktion zur Förderung von Blühstreifen. Gesucht sind mindestens 300 Betriebe, verteilt in der ganzen Schweiz, die bei «Die Schweiz blüht!» mitmachen. Diese erhalten das Saatgut kostenlos und können den eigenen Betrieb sowie die Landwirtschaft als Ganzes positiv in Szene setzen.

Mehr lesen
SBV-News SBV-News Nr. 42 (12. – 16.10.2020)

20.10.20 | Der SBV will zusammen mit dem Schweizer Tierschutz (STS) und den Westschweizer Konsumenten (FRC) die Deklaration von bedenklichen Produktionsmethoden bei Importprodukten verbessern. Während die Schweizer Bauern hohe Anforderungen einhalten müssen, werden bei den Importen beide Augen zugedrückt. Zumindest sollten die Konsumierenden transparent über bedenkliche Praktiken auf den Produkten informiert werden. Die drei Organisationen haben eine Liste solcher bedenklichen Produktionsmethoden erstellt und mit der Bundesverwaltung besprochen. Parallel dazu wurde im Parlament eine Kommissionsmotion eingereicht.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Umgang mit den Risiken von Pflanzenschutzmitteln: Vorberatende Kommission ebnet den Weg für Plenum des Nationalrats

14.10.20 | Der Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst es, dass die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats die parlamentarische Initiative ihrer Schwesterkommission im Ständerat unterstützt. Diese ist eine Antwort auf die anstehenden Volksinitiativen betreffend Pflanzenschutzmittel, indem sie mit einem verbindlichen Absenkpfad die Risiken im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln senkt und den Umgang mit Nährstoffüberschüssen regelt. Dies schafft auch Spielraum für die Sistierung der AP22+.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen «Hier angebaut. Hier verarbeitet» – Bauern und Verarbeiter spannen zusammen

14.10.20 | Schweizer Bauern und Verarbeiter informieren in ihrer neuen Kampagne gemeinsam über die Vorzüge ihrer Leistungen. Die Corona-Krise hat die Selbstversorgung der Schweiz mit Grundnahrungsmitteln in den Fokus gerückt. Die neue Informationskampagne soll die Bevölkerung sensibilisieren und die Bedeutung der einheimischen Lebensmittel hervorheben.

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
AGRISTAT aktuell Agristat Aktuell 09-20: Der Nutztierbestand der Schweiz

13.10.20 | Der Viehbestand nimmt 2020 um schätzungsweise 6000 GVE ab. Den grössten Anteil an diesem Rückgang haben der Rindvieh- und in einem deutlich schwächeren Ausmass der Schweinebestand. Die grösste Zunahme ist wie in früheren Jahren beim Geflügel zu erwarten.

Mehr lesen