Nachbessern!

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 2. September 2026

In der Milch- und Kartoffelbranche fanden Preisdiskussionen zur Abfederung der Trockenheitsfolgen statt. Bei der Milch wird der Richtpreis um 4 Rappen erhöht und eine weitere Forderung in gleicher Höhe wird auf Grund der ausserordentlichen Lage von der Milchbranche an den Bund gestellt. Bei den Kartoffeln wurde der Trockenheitszuschlag auf magere 2 Rappen festgelegt. Der Schweizer Bauernverband erwartet, dass der Detailhandel bei den Kartoffeln nachbessert. Es braucht Taten statt Worte!

Die ersten Preisverhandlungen in den Branchen fanden statt. Die Branchenorganisationen Milch beschloss, den Richtpreis für die Milch um 4 Rappen zu erhöhen. Für den SBV ist zentral, dass nicht nur die Richtpreiseerhöhung vorgenommen wird, sondern sich die effektiv ausbezahlten Produzentenpreise auf das neue Richtpreisniveau angehoben werden. Weitere 4 Rappen will die Branche, auf Grund der ausserordentlichen Lage über eine Unterstützung des Bundes erwirken. 

In der Kartoffelbranche ergaben die Verhandlungen gerade mal 2 Rappen mehr. 2 Rappen sind absolut ungenügend in Anbetracht der Ausfälle infolge Trockenheit bei jenen, die keine Möglichkeit hatten, ihre Kulturen zu bewässern. Betriebe, die bewässern konnten, hatten hohe Zusatzkosten und -aufwände. 2 Rappen reichen folglich nirgendwohin, um die wirtschaftlichen Folgen der Trockenheit für die Produzentinnen und Produzenten abzufedern. Der Schweizer Bauernverband fordert die Detailhändler auf, zu ihren Versprechen zu stehen und die ursprüngliche Forderung von 7 respektive 13 Rappen für Bio zu erfüllen. 

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

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