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Finanzen & Landwirtschaft

Direktzahlungen sind Abgeltungen für Leistungen, die die Landwirtschaft für die Allgemeinheit erbringt. Diese Leistungen sind im Artikel 104 der Bundesverfassung verankert.

Die Ausgaben des Bundes für die Landwirtschaft waren in den letzten Jahren bei rund 3.6 Milliarden pro Jahr stabil und nahmen anteilsmässig ab. Der Anteil der Ausgaben des Bundes für die Landwirtschaft ist gemessen am gesamten Bundeshaushalt um fast 40 Prozent gesunken. Rechnet man die Ausgaben bis auf Stufe Gemeinde zusammen, beträgt der Anteil der Landwirtschaft noch weniger als 2.9 Prozent der Gesamtausgaben der öffentlichen Hand.

Die Zentrale Auswertung der bäuerlichen Buchhaltungsdaten der Forschungsanstalt Agroscope zeigt, dass die landwirtschaftlichen Einkommen im Vergleich mit den regionalen Vergleichslöhnen sehr tief sind. Im Berggebiet erreicht die Landwirtschaft im Mittel der letzten Jahre knapp die Hälfte, im Talgebiet etwa zwei Drittel der Vergleichseinkommen. Dies obwohl die Verfassung vorsieht, dass der Bund das bäuerliche Einkommen durch Direktzahlungen ergänzt, so dass ein angemessenes Entgelt für die erbrachten Leistungen erzielt werden kann.

In der Schweiz sind die Preise für die meisten Produkte höher. Besonders teuer sind aber nicht das Essen, sondern Wohnen, Gesundheit sowie Erziehung und Unterricht. Zudem sinkt der Anteil der Landwirtschaft am ausgegebenen Konsumentenfranken für Lebensmittel stetig. Aktuell geben die Schweizerinnen und Schweizer weniger als 7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens fürs tägliche Essen aus. Das ist ein weltweiter Rekordtiefstwert.

Kontaktperson

François Monin

François Monin

Schweizer Bauernverband
Leiter Agrarpolitik

Telefon 079 559 78 66 
E-Mail francois.monin@sbv-usp.ch

  

Medienmitteilungen
Finanzkontrolle auf Abwegen

10.10.18 | Die eidgenössische Finanzkontrolle hat die Finanzhilfen an Organisationen in der Landwirtschaft unter die Lupe genommen und dabei offensichtlich ihre Aufgabe missverstanden: Sie interpretiert den vom Stimmvolk mit 78 Prozent Zustimmung angenommenen Verfassungsartikel 104a zur Ernährungssicherheit falsch, da ihr offensichtlich die dafür nötige Fachkompetenz fehlt.

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Finanzkontrolle unterschätzt die landwirtschaftlichen Biogasanlagen

23.08.18 | Die eidgenössische Finanzkontrolle nahm die finanziellen Unterstützungen für Biogasanlagen und deren Rentabilität für die Betreiber unter die Lupe. In ihrem Bericht attestiert sie, dass sich die verschiedenen Förderinstrumente für Biogasanlagen sinnvoll ergänzen und es zu keiner ungerechtfertigten Überförderung der Anlagen komme. Gleichzeitig stellt sie aber die Effizienz der Installationen in Frage. Sie verkennt dabei die Bedeutung von landwirtschaftlichen Biogasanlagen zur Energieproduktion und ihren Beitrag zum Klimaschutz.

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Mineralölsteuer-Rückerstattung birgt keinen Verbrauchsanreiz

23.08.18 | Der Bericht „Prüfung der Mineralölsteuer-Rückerstattung in der Landwirtschaft“ der eidgenössischen Finanzkontrolle stellt diese in Frage. Eine Abschaffung würde die Produktionskosten und damit die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe erhöhen, ohne dass sich ein positiver Effekt auf den Verbrauch ergäbe.

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Neues Beitragseinzugssystem für Rindvieh- und Schweinehalter

22.01.18 | Ab dem 1. Februar 2018 erhalten Rindvieh- und Schweinehalter direkt eine Rechnung für ihre Beiträge an den Schweizer Bauernverband (SBV). Die Identitas verschickt diese im Auftrag des SBV. Er setzt diese Mittel für Leistungen zugunsten der Viehwirtschaft ein.

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