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Berglandwirtschaft

Aktuell sind 14’300 oder 27 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz in der Bergregion tätig. Sie bewirtschaften 283’170 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in den Bergzonen 2 bis 4. Da sich die Berggebiete nicht für Ackerbau oder Spezialkulturen eignen, haben die meisten Bergbetriebe ihren Produktionsschwerpunkt in der Tierhaltung. Wichtig für die Berglandwirtschaft sind die Grünlandbewirtschaftung mit Milchproduktion, Mutterkuhhaltung sowie die Rindviehzucht und -mast aber auch Kleinwiederkäuer. Die Alpwirtschaft ist eng mit der Berglandwirtschaft verbunden. Es sind die Betriebe im Berggebiet, welche die meisten Sömmerungstiere stellen und Betrieb, Unterhalt und Pflege der alpinen Sömmerungsbetriebe sicherstellen.

Die Bergbauernfamilien bewirtschaften ihre Höfe meist unter erschwerten natürlichen Bedingungen. Lange Winterfütterungszeiten, Hang- und Steillagen, schwierige, z.T. fehlende Erschliessung sowie kleinräumige Strukturen machen die Produktion im Berggebiet arbeitsaufwändig und teurer. Trotz der vielen und harten Arbeit ist die Einkommenssituation der Bergbetriebe unbefriedigend. Der durchschnittliche Arbeitsverdienst einer landwirtschaftlichen Familienarbeitskraft in der Bergregion betrug 2017 lediglich 36’386 Fr. pro Jahr. Das entspricht 55 Prozent des Vergleichslohns eines Angestellten ausserhalb der Landwirtschaft. Es ist auch deutlich unter dem durchschnittlichen Verdienst auf landwirtschaftlichen Talbetrieben.

Seit der Agrarpolitik 2014-2017 fliessen etwas mehr Direktzahlungen ins Berggebiet.  32 Prozent oder 899.6 Mio. Fr. plus 80.1 Mio. Fr. Investitionskredite und 61.1 Mio. Fr. aus Beiträgen für die Strukturverbesserung sollten helfen, die Situation der Bergbauernfamilien zu verbessern.

Viele Konsumenten schätzen die authentischen Produkte aus dem Schweizer Alp- und Berggebiet. Diese sind mit dem Berg- oder Alpzeichen gekennzeichnet und geschützt.

Kontaktperson

Martin Brugger

Martin Brugger

Schweizer Bauernverband
Stv. Leiter Departement Wirtschaft, Bildung und Internationales

Telefon 056 462 53 33
E-Mail martin.brugger@sbv-usp.ch

  

Medienmitteilungen
Beim Wolf braucht es Nägel mit Köpfen

29.09.22 | Die Wolfproblematik hat mit den steigenden Beständen exponentiell zugenommen. Die Landwirtschaft und insbesondere die Alpwirtschaft sind durch die aktuelle Situation existenziell gefährdet.

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SBV-News Nr. 26

04.07.22 | An der internationalen Alpwirtschaftstagung im Wallis diskutierten 350 Teilnehmer aus verschiedenen Regionen des Alpenbogens die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Alpwirtschaft.

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SBV-News Nr. 25

28.06.22 | Nachdem Basiskommunikation von «Schweizer Bäuerinnen und Bauern» komplett erneuert worden ist, erstrahlt nun auch die Hofsuche im neuen Glanz. Neu gibt es auch nur noch eine Hofsuche für alle Hofprojekte.

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Medienmitteilungen
Verordnungspaket: Einige gute Elemente

26.04.22 | Die Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbands verabschiedete heute die Stellungnahme zum landwirtschaftlichen Verordnungspaket 2022. Die Mitglieder fordern, dass die vorgesehenen Anpassungen die Produktion nicht weiter schwächen. Weiter wurde ein Positionspapier zu den neuen Züchtungsverfahren verabschiedet.

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SBV-News Nr. 9

07.03.22 | Wie immer lud der SBV die bäuerlichen Parlamentarier und Parlamentarierinnen zu Beginn der Session zu einem Austausch ein. Rund 20 Personen nahmen teil, um die anstehenden Themen rund um die Landwirtschaft vorzubesprechen. Dazu gehörten die Massentierhaltungsinitiative, das Gentechnikgesetz oder das Jagdgesetz.

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SBV-News Nr. 45 (8. – 12. November 2021)

16.11.21 | Die Mitglieder des Vorstands haben die Umsetzung der Parlamentarischen Initiative Absenkpfad & Nährstoffe, das landwirtschaftliche Verordnungspaket 2021 und die Auswirkung und Bekämpfung der Massentierhaltungsinitiative erörtert. Ein weiterer Punkt waren die Aktivitäten zum 125-jährigen Jubiläum des SBV im nächsten Jahr. Für dieses sind zahlreiche Aktivitäten geplant.

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SBV-News Nr. 43 (25. – 29.10.2021)

01.11.21 | Im Vorfeld der Delegiertenversammlung geht die Spitze des SBV in alle vier Landesregionen, um aktuelle Themen mit der Basis zu besprechen. Letzte Woche fanden die Regionalseminare Zentralschweiz und Nordwestschweiz statt. Dabei ging es um die Situation auf den Märkten, die künftige Gestaltung der Agrarpolitik, die Umsetzung der Parlamentarischen Initiative «Absenkpfad», die Massentierhaltungs-, Landschafts- und Biodiversitätsinitiative sowie die Sensibilisierungskampagne zur sozialen Absicherung. Zu Fragen führten auch die Einführung Schleppschlauch-Obligatorium, die Wolfsproblematik, die Holzerkurse für Lernende und die geplante Reduktion der Verkäsungszulage.

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Weckruf für ein JA zum revidierten Jagdgesetz

04.09.20 | Am 27. September stimmt das Volk über das revidierte Jagdgesetz ab: Eine moderne und fortschrittliche Vorlage mit klaren Regeln, die den Schutz von Tieren, Landschaften und Men-schen ausgewogen berücksichtigt. In Bern versammelten sich Bäuerinnen und Bauern, Jäge-rinnen und Jäger sowie Sympathisanten aus allen Landesteilen auf dem Bundesplatz, um gemeinsam für ein JA einzustehen.

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