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SBV-News Nr. 49 (03.12. – 09.12.2018)

Treffen mit Economiesuisse

Der SBV traf sich zu einem Austausch mit economiesuisse. Hauptthema war die Diskussion des von economiesuisse im Oktober veröffentlichten Berichts zur Agrarpolitik.  Für den SBV beschreibt dieser zwar die Ausgangslage und anstehenden Herausforderungen gut, die gemachten Vorschläge tragen aber nichts zur Verbesserung der beschriebenen Probleme bei. Die Diskussion wandte sich dann den aktuellen Themen zu wie der Agrarpolitik 22+, der Überarbeitung des Raumplanungsgesetzes sowie den bevorstehenden Volksabstimmungen, welche die zwei Branchen betreffen. Es zeigte sich: Es gäbe eigentlich mehr gemeinsame Interessen als Meinungsverschiedenheiten.  Man fand sich im Grundsatz, dass die Landwirtschaft eine florierende Wirtschaft braucht, von der Wirtschaft aber auch als vollwertiger Partner anerkannt werden will. 

Basiskommunikation

Die MassnahmenleiterInnen der Basiskommunikation besprachen die geplante Plakatwelle Anfang 2019, den neuen Datenmaster, den Tag der offenen Hoftüren und diskutierten Integrationsmöglichkeiten in ihre jeweiligen Projekte. Weitere Themen auf der Traktandenliste waren der Anfang 2018 eingeführte Social Media-Plan und die Learnings daraus, die Online-Kampagne zu den Weihnachtsbäumen, die Weiterentwicklung des Messewesens sowie die Lockpfostenserie 2019.  Sie klärten zudem die Neuproduktionen und Nachbestellungen beim Werbematerial und den Mini-Broschüre und die bessere zeitliche Abstimmung von Versänden und Wettbewerben in Zukunft.

Task Force Erdmandelgras

An einer sehr konstruktiven Sitzung zwischen den nationalen und kantonalen Behörden, Agridea und SBV beschlossen die Teilnehmende zur Überbrückung bis 2022 ein Nachfolgeprojekt aufzugleisen. Agridea wird beim BLW einen entsprechenden Antrag einreichen. Ab 2022 greift dann der neue Art. 153a, welcher dafür sorgt, dass die Meldung und später auch die Bekämpfung von Erdmandelgras durch den Bund koordiniert werden. 

„Schau in meinen Acker“

Das Projekt „Schau in meinen Acker“ hat zum Ziel, mit der Bevölkerung das Thema Pflanzenschutz zu diskutieren und Hintergründe aufzuzeigen. Schweizweit sollen sogenannte 0-Parzellen, also Spritzfenster, in denen auf jeglichen Pflanzenschutz verzichtet wird, angelegt und ausgeschildert werden. Für die Aktion werden interessierte Betriebe gesucht. Diese können sich bei den kantonalen Bauernverbänden melden.

Statistik der Woche

Im Jahr 2017 importierte die Schweiz für 297 Mio. Fr. Landwirtschaftsgüter aus den USA. Die wichtigsten Zolltarifpositionen waren Mandeln (36 Mio.), Pflanzenfett (26 Mio.), Rotwein (21 Mio.), Rindfleisch (16 Mio. ) und Molke (13 Mio.). Die Schweiz exportierte ihrerseits Landwirtschaftsgüter für 1308 Mio. Fr. Die wichtigsten Zolltarifpositionen waren alkoholfreie Getränke (831 Mio.), Kaffee (164 Mio.), Hartkäse (8 Mio.), Zuckerwaren (6 Mio.) und Bonbons (2 Mio.).

Notiz der Woche

Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerart der Motion von Markus Hausammann mit dem Titel „Stärkung der Schweizer Pflanzenzüchtung jetzt!“ zugestimmt. Diese fordert ein grösseres Engagement des Bundes in der Pflanzenzüchtung als Antwort auf die Herausforderungen in den Bereichen Pflanzenschutz und Klimawandel. Nach der klaren Haltung des Parlamentes braucht es nun ein zusätzliches Engagement und zwar schnell! Der Bund soll die nötigen  Mittel zur Verfügung stellen, um die praktische Pflanzenzüchtung in diese Richtung inkl. Sortenprüfung zur fördern.