Wachsende Schäden aufgrund der Trockenheit und Hilfe für Betriebe in Not

Medienmitteilung des Schweizer Bauernverbands vom 14. August 2026

Der Vorstand des Schweizer Bauernverbands befasste sich mit der aktuellen Trockenheit, den wirtschaftlichen Folgen für die Landwirtschaft und Hilfemöglichkeiten für Betriebe in finanzieller Not. Weiter wählten die Mitglieder Sandra Helfenstein, Leiterin Kommunikation & Marketing zur Stv. Direktorin und damit zur Nachfolgerin von Michel Darbellay. Ergänzend ernannten sie Loïc Bardet, Leiter Wirtschaft, Bildung & Internationales zum Vize-Direktor. 

An seiner zweitägigen Sommersitzung befasste sich der Vorstand des Schweizer Bauernverbands (SBV) mit zahlreichen aktuellen Geschäften. Ein Schwerpunkt bildete die seit Wochen andauernde Trockenheit und Hitze. Deren Folgen sind fast landesweit unübersehbar und drastisch. In einer ersten groben Schätzung geht der SBV national betrachtet allein bei Hauptkulturen im Pflanzenbau inklusive Futterbau von Ausfällen von mindestens einer halben Milliarde Franken aus. Dazu kommen unterschiedlich hohe Mehrkosten für Futterzukauf oder Bewässerung sowie zusätzlicher Arbeitsaufwand. 

Neben den von Bund und Kantonen ergriffenen Massnahmen steht für den Dachverband der einheimischen Landwirtschaft im Vordergrund, die wirtschaftlichen Verluste über bessere Produzentenpreise abzufedern. Er hat deshalb mit den betroffenen Fachorganisationen die Vorgehensweise koordiniert und die Detailhändler über die Notwendigkeit informiert. Die Fachorganisationen sind nun aufgefordert, in ihren bestehenden Branchengefässen die konkreten Forderungen einzubringen und durchzusetzen. Der SBV erwartet, dass die Branchen die nötigen Preisanpassungen beschliessen.

Weiter diskutierte der Vorstand über mögliche Nothilfe für Betriebe, welche mit Liquiditätsengpässen kämpfen. Hier besteht die Möglichkeit, zinsfreie Betriebshilfedarlehen zu beantragen. Es laufen zudem Gespräche mit Bund und Kantonen, damit die Rückzahlung von Darlehen verschoben und die Auszahlung der Direktzahlungen früher erfolgen kann. Für betroffene Alp- und Sömmerungsbetriebe gibt es die Möglichkeit, beim Fonds Suisse Unterstützung zu erhalten. Der Bauernverband ist daran, andere Möglichkeiten für Betriebe in Not zu prüfen.

Neue Stv. Direktorin und neuer Vizedirektor

Aufgrund des Weggangs von Michel Darbellay braucht der SBV eine neue Stellvertretung für den Direktor Martin Rufer. Der Vorstand wählte die aktuelle Leiterin Kommunikation & Marketing, Sandra Helfenstein, zur Stellvertreterin und ernannte Loïc Bardet, den Leiter Wirtschaft, Bildung & Internationales zum Vizedirektor und damit ersten Ansprechpartner für die Westschweiz.

Rückfragen

Martin Rufer

Martin Rufer

Direktor Schweizer Bauernverband

Telefon 078 803 45 54
E-Mail martin.rufer@sbv-usp.ch

Michel Darbellay

Stv. Direktor
Leiter Departement Produktion, Märkte & Ökologie
Leiter Geschäftsbereich Viehwirtschaft

Laurstrasse 10, 5200 Brugg
michel.darbellay@sbv-usp.ch
Departement Produktion, Märkte & Ökologie

Weitere Beiträge zum Thema

SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 22-2025

04.06.25 | Ende April hat der Blick über die Krise bei der Schweizer Schafwolle berichtet. Weil die Abnehmer fehlen, drohen bis zu 80 Tonnen Wolle entsorgt zu werden. Eine in der Westschweiz lebende Chinesin hat sich nun beim SBV gemeldet. Sie möchte die Wolle kaufen, um sie nach China zu exportieren. Wer hätte gedacht, dass nach Käse die Wolle der nächste potenzielle Exportschlager wird?

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Neue Ticketplattform für den 1. August-Brunch

27.05.25 | Gastgeberinnen und Gastgeber des beliebten 1. August-Brunchs von «Schweizer Bäuerinnen & Bauern» können dieses Jahr erstmals von einer kostenlosen digitalen Ticketplattform profitieren.

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 21-2025

26.05.25 | Eine neue Kampagne von «Schweizer Bäuerinnen & Bauern» ist gestartet und soll die Verbindung zwischen Stadt und Land stärken. Dies und mehr in den SBV-News.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Neue Basiskampagne «Von hier. Für dich.» verbindet Stadt und Land

22.05.25 | Die Basiskommunikation des Schweizer Bauernverbands (SBV) startet am 22. Mai 2025 eine emotionale und stadtnahe Kampagne mit dem Slogan «Von hier. Für dich.». Ziel der Kampagne ist es, die Sympathie und Wertschätzung für Schweizer Bäuerinnen und Bauern zu erhöhen, die Authentizität ihrer Arbeit hervorzuheben und eine nachhaltige Nähe zwischen städtischen Konsumenten und der Landwirtschaft spürbar zu machen.

Mehr lesen
Medienmitteilungen
Medienmitteilungen Agrarpolitik 22+: Schon jetzt auf der sicheren Seite sein

21.05.25 | Ab 2027 ist der Versicherungsschutz für mitarbeitende verheiratete sowie eingetragene Partnerinnen und Partner eine Voraussetzung für den Erhalt von Direktzahlungen.

Mehr lesen
SBV-News
SBV-News SBV-News Nr. 20-2025

19.05.25 | Für eine frühzeitige Erkennung von Trockenheit: Bund, Kantone und Fachstellen bündeln ihre Daten auf der neuen Plattform www.trockenheit.ch.

Mehr lesen
Stellungnahmen
Stellungnahmen Fachbewilligung für die Schädlingsbekämpfung mit Begasungsmitteln

12.05.25 | Stellungnahme des Schweizer Bauernverband zur Fachbewilligung für die Schädlingsbekämpfung mit Begasungsmitteln

Mehr lesen
AGRISTAT aktuell
AGRISTAT aktuell Agristat Aktuell 04-25: Futtermittelbilanz 2023

12.05.25 | Im Jahr 2023 haben die verfügbaren Futtermittel mit 7'744'000 Tonnen Trockensubstanz um 1,2 % gegen-über dem Vorjahr abgenommen. Die marktfähigen Futtermittel sind hauptsächlich Kraftfutter, davon standen im Berichtsjahr 1'823'000 Tonnen zur Verfügung. Die nicht marktfähigen Produkte sind Grundfuttermittel, die fast ausschliesslich von den Raufutterverzehrern gefressen werden. 2023 stammten 5'921'000 Tonnen Futtermittel, d.h. 76,5 % der gesamten verfügbaren Menge, aus dieser Kategorie. Der Anteil der Inlandproduktion am gesamten verfügbaren Futter ist 2023 gegenüber dem tiefen Vorjahresniveau leicht gestiegen (82,4 %). Die magere Futterernte aus den inländischen Ackerkulturen führte auch 2023 zu hohen Futtermittelimporten.

Mehr lesen