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Düngung

Um den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) und damit die Bedingungen für den Bezug von Direktzahlungen zu erfüllen, müssen die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe eine ausgeglichene Nährstoffbilanz und möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe ausweisen. Die Anzahl der Nutztiere muss dem Standort angepasst sein, die Obergrenze liegt bei drei Düngergrossvieheinheiten (DGVE) pro Hektare. Anhand einer Nährstoffbilanz muss der Landwirt aufzeigen, dass kein überschüssiger Phosphor oder Stickstoff ausgebracht wird. In der Schweiz wird dazu die „Suisse Bilanz“ eingesetzt, die den Bedarf der Pflanzen dem Nährstoffanfall aus der Tierhaltung gegenüberstellt. . Die Phosphor- und Stickstoffbilanz darf gesamtbetrieblich je einen Fehlerbereich von höchstens + 10 % des Bedarfs der Kulturen aufweisen. Überschüssige Nährstoffmengen müssen an andere, weniger gut versorgte Betriebe abgegeben werden.

Eine ausreichende und optimale Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen ist wichtig, um Qualität und Mengen zu sichern. Hofdünger sind in der Schweizer Landwirtschaft die wichtigsten Dünger. Sie decken 70% des Stickstoff- und 85% des Phosphorbedarfs. Es liegt im eigenen Interesse der Bewirtschafter, die Hofdünger effizient und mit möglichst geringen Verlusten auszubringen. Dabei müssen sie die Bestimmungen des Gewässerschutzgesetzes einhalten, das auch die Aufzeichnungspflicht, Lagerdauer und Distanzen für Hofdüngerabgabe regelt. Alle zehn Jahre muss der Landwirt von seinen Parzellen Bodenproben nehmen um den Nährstoffgehalt exakt bestimmen lassen. Die Angaben dienen dazu, die Dünger gezielt, bedarfs- und umweltgerecht einzusetzen.

Zum Ausgleich von Versorgungslücken können sowohl im konventionellen wie im biologischen Anbau andere organische und mineralische Dünger ausgebracht werden. Konventionelle Betriebe können zusätzlich chemisch synthetische Dünger als einsetzen. Alle Dünger unterliegen einer Zulassungspflicht des Bundes. Recyclingdünger wie Kompost und Gärgut werden gefördert. Bis 2026 muss der Phosphor aus Abwasser und Abfall wiederverwertet der  Landwirtschaft wieder zur Verfügung gestellt werden.

  

Statistik der Woche
Woche 38-2022

23.09.22 | Die Inflation in der Schweiz nimmt weiter zu. Im August lagen die Konsumentenpreise leicht über dem Niveau des Vormonats und 3,5 % über dem Vorjahresniveau. Eine Entspannung ist mittelfristig nicht zu erwarten. Auch die Landwirtschaft bleibt vor dieser Entwicklung nicht verschont: Die meisten Preisindices für landwirtschaftliche Produktionsmittel liegen weit über den Vorjahreswerten; mit Zunahmen um die 50 % bei Heiz- und Treibstoffen sowie bei den Düngemitteln hat die Landwirtschaft gar erhebliche Mehrkosten zu bewältigen.

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SBV-News
SBV-News Nr. 37

19.09.22 | Der SBV traf sich mit Vertretern des ETH-Institutes für Agrarwissenschaften und des World Food System Centers für einen Austausch. Neben aktuellen Projekten diskutierte man auch die aktuellen Herausforderungen.

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Statistik der Woche
Woche 37-2022

16.09.22 | Die Schweiz gehört zu den grössten Kaffee-Exporteuren weltweit; Kaffeeröstung und -verarbeitung haben in der Schweiz Tradition und werden immer wieder durch neue Innovationen geprägt. Hauptsächlich wird Rohkaffee ein- und gerösteter Kaffee ausgeführt. Der Exportwert konnte seit 2006 kontinuierlich gesteigert werden und betrug im Jahr 2021 knapp über 3 Milliarden Schweizer Franken. Der Exportpreis (Ausfuhrwert / Ausfuhrgewicht) legte vor allem in den Jahren 2006 bis 2009 sprunghaft zu (+ 127 %). Haupttreiber dieser Entwicklung ist ein weltweit tätiger Kaffee-Kapsel-Produzent, der sämtliche seiner Kapseln in der Westschweiz herstellt. Gut möglich, dass neue Innovationen in der Kaffeeverarbeitung die Exporte weiter beflügeln werden.

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SBV-News
SBV-News Nr. 36

12.09.22 | Die Schweizer Junglandwirte und Junglandwirtinnen zeigen sich in einer Serie in der «Schweizer Illustrieren» von ihrer Besten Seite. In der aktuellen Ausgabe sind wir bei Johannes Frei aus Marbach zu Gast.

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Statistik der Woche
Woche 36-2022

09.09.22 | Seit 2017 ist der Produzentenpreis für Molkereimilch fast kontinuierlich angestiegen und hat inzwischen das Ni-veau des Jahres 2014 überschritten. Die Milchproduktion ist jedoch seit der zweiten Hälfte des Jahres 2021 rück-läufig. Das nasse Wetter 2021 erschwerte den Futterbau und führte zu einer mässigen Qualität des Winterfutters 2021/2022. Im laufenden Jahr erschwert die Trockenheit den Futterbau. Aufgrund des Ukraine-Krieges sind zu-dem die Kraftfutterpreise massiv angestiegen. Deshalb geht die Milchmenge trotz steigenden Preisen weiter zurück. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass vermehrt Butter importiert werden muss. In der Grafik sind die Angaben jeweils über die letzten 12 Monate summiert (Menge) bzw. gemittelt (Preise), um die saisonalen Schwankungen auszublenden.

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AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 07-22: Dünger: Preis- und Importentwicklung in Zeiten der Unruhe

11.08.22 | Die Düngerimporte der Schweiz sind über die letzten Jahre mehrheitlich konstant geblieben. Dünger werden vorwiegend via Schiff- und Strassenverkehr eingeführt. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Nachbarländer sowie Belgien und die Niederlande. Aus Russland wird seit dem März 2022 kein Dünger mehr importiert. Aufgrund der Corona-Krise und dem Krieg in der Ukraine sind die Düngerpreise so stark gestiegen, wie dies seit 2008 nicht mehr der Fall war. Die hohen Preise können weltweit und auch in der Schweiz zu tieferen Erträgen im Pflanzenbau führen.

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Statistik der Woche
Woche 30-2022

29.07.22 | Betrachtet man die Düngereinfuhren der Schweiz nach Transportmittel, zeigt sich, dass rund die Hälfte mit dem Schiff über den Rhein in die Schweiz gelangt. 40 % werden über die Strasse in die Schweiz befördert. Rund 20 Kilo-tonnen (8,3 %) werden mit der Bahn eingeführt. Der Luftverkehr spielt bei den Düngereinfuhren keine nennenswerte Rolle. Ausgewertet wurde das Nettoeinfuhrgewicht des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG). Es ist gut möglich, dass in Zukunft während längeren Perioden mit tiefen Wasserpegeln vermehrt auf die Strasse ausgewichen werden muss.

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SBV-News
SBV-News Nr. 28

18.07.22 | Der SBV hat eine einfache Übersicht zum Nährstoffbedarf der Kulturen der Schweiz und wie dieser gedeckt wird (Nährstoffquellen) erstellt. In einem weiteren Schritt wurden auch die HODUFLU-Daten ausgewertet. Der Bericht wird demnächst interessierten Kreisen zugänglich gemacht.

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