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Neue Züchtungsverfahren, Genome Editierung oder neue gentechnische Verfahren?

Hinter diesen drei Formulierungen versteckt sich dreimal mehr oder weniger das Gleiche, aber je nach Organisation wird diese oder jene Formulierung verwendet. Mit diesen Verfahren, als Beispiel sei Crispr/Cas9 genannt, sind viel präzisere Eingriffe in das Erbgut von Pflanzen oder Tieren möglich als bisher.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) verwendet die Formulierung Neue Züchtungsverfahren NZV. Damit möchten wir eine Offenheit gegenüber den neuen Möglichkeiten in der Züchtung signalisieren, denn die Versprechen sind gross: damit soll es möglich sein, Pflanzen oder Tiere zu züchten, die resistent gegen Problemkrankheiten sind, für deren Bekämpfung jede bisherige Lösung nur eine Notlösung ist. Als Beispiel sei der Feuerbrand des Apfels genannt, bei dem es immer noch vorkommt, dass Plantagen gerodet werden müssen.

Der SBV setzt aber ein grosses „Aber“ vor die Verwendung von Pflanzen oder Tieren aus diesen Verfahren. Denn ob diese neuen Verfahren die Versprechen einlösen werden ist noch offen. Daher sind aus Sicht des SBV folgende Punkte für den Umgang mit diesen Technologien wichtig:

  • Der SBV fordert Transparenz, wenn Pflanzen und Tiere aus Züchtungen mit den neuen Verfahren stammen; um Transparenz gewährleisten zu können, ist eine Deklaration notwendig.
  • Der Landwirt/die Landwirtin ist auf diese Information angewiesen, um seine Kulturen fachgerecht anbauen und pflegen zu können. Zudem hat er aus unserer Sicht ein Recht darauf zu wissen, was er auf seinen Feldern anbaut. Ebenfalls der Konsument/die Konsumentin hat ein Recht darauf zu wissen, was sie konsumieren (Wahlfreiheit und Selbstbestimmungsrecht).
  • Der SBV ist grundsätzlich offen und interessiert gegenüber Pflanzen und Tieren aus neuen Züchtungsverfahren, sofern sie agronomische Vorteile bieten, wie z.B. Resistenzen gegen Problemkrankheiten, wie Feuerbrand beim Apfel oder Kraut- und Knollenfäule bei der Kartoffel. Ob die neuen Züchtungsverfahren diese Erwartungen erfüllen werden, muss sich aber zuerst zeigen. 
  • Aus Sicht des SBV ist nicht erwiesen, dass diese Methoden keine unbeabsichtigten negativen Nebenwirkungen haben. Daher ist bei den neuen Züchtungsmethoden die notwendige Vorsicht zu wahren.

Kontaktperson

Barbara Steiner

Barbara Steiner

Schweizer Bauernverband
Geschäftsbereich Pflanzenbau

Telefon 056 462 52 05
E-Mail barbara.steiner@sbv-usp.ch

  

SBV-News SBV-News Nr. 3 (14.01. – 18.01.2019)

23.01.19 | 2018 ereigneten sich 46 tödliche Unfälle in der Landwirtschaft. Bei 24 davon waren landwirtschaftliche Fahrzeuge beteiligt. Bei wiederum 16 davon handelte es sich um Fahrzeugstürze. Aufgrund dieser Vorkommnisse wurde die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft letzten Herbst an die Landwirtschaftskammer eingeladen, um über die Unfallprävention und Arbeitssicherheitsvorschriften in der Landwirtschaft zu informieren. Dabei stand insbesondere der Fahrerschutz und das Angurten im Zentrum. Der SBV rief ergänzend eine Arbeitsgruppe ins Leben, um Massnahmenvorschläge auszuarbeiten. Diese tagte letzte Woche, machte eine erste Auslegeordnung und diskutierte erste Lösungsansätze. Die definitiven Massnahmenvorschläge verabschiedet sie an einer zweiten Sitzung.

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SBV-News SBV-News Nr. 15 (09.04. – 13.04.2018)

18.04.18 | Im März und April läuft bei Vom Hof-Verpackungsmaterial die Frühlingsaktion. Während diesen zwei Monaten gewähren wir einen (zusätzlichen) Rabatt von 5% bei uns in Windisch oder bei unseren Aussenstellen in Lully (VD), Kirchberg (BE) und Rossrüti (SG). Wer die Chance noch nutzen will, muss vor Ende April bestellen. www.vomhof.ch/verpackungen.

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