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Tierhaltung

Statistik der Woche
Woche 29/2021

23.07.21 | Seit 2012 hat die Produktion von Kalbfleisch um rund einen Viertel abgenommen. Da der Kuhbestand kontinuier-lich sinkt, stehen immer weniger Kälber zur Verfügung. Zudem gehen diese vermehrt in die Weide- und Gross-viehmast. Stark gelitten haben die Kälbermäster im Jahr 2020 während des Lockdowns aufgrund der Schliessung der Restaurants, weil die Gastronomie ein wichtiger Abnehmer von Kalbfleisch ist.

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Statistik der Woche
Woche 28/2021

16.07.21 | Das Jahr 2011 war für die Schweizer Landwirtschaft ausgesprochen günstig: Ein sehr trockenes Jahr mit einer ausgeglichenen Verteilung der Niederschläge ermöglichte bei vielen Kulturen Spitzenerträge sowohl in quantitativer wie qualitativer Hinsicht. Den Gegensatz dazu bildet das Jahr 2016: Es fielen sehr viele Niederschläge, vor allem während der Vegetationsperiode. Dies führte zu ausgesprochen schlechten Ernten im Pflanzenbau. Das Jahr 2012 war zwar insgesamt ähnlich niederschlagsreich wie 2016, die Verteilung der Niederschläge war jedoch deutlich günstiger für die Landwirtschaft. 2021 war bezüglich Niederschläge bis zum Ende der zweiten Juni-Dekade eher unauffällig. Mit den starken Niederschlägen der letzten Tage wurde nun aber das Niveau des Jahres 2016 erreicht und die Perspektiven sind ähnlich unerfreulich. Zudem sind die Hagel- und Elementarschäden jetzt schon grösser als im Jahr 2016.

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AGRISTAT aktuell
Agristat Aktuell 06-21: Transport und Herkunft von Schweizer Agrarimporten

12.07.21 | Eine deutliche Mehrheit der landwirtschaftlichen Einfuhren gelangt via Strassenverkehr in die Schweiz und stammt vorwiegend aus der EU. Weitere bedeutende Einfuhrregionen sind die Länder Südamerikas, Afrikas sowie Asiens (ohne China). Von dort werden vor allem Früchte, Kaffee, Tee und Gewürze sowie Getreide eingeführt. Dabei kommt unter anderem auch der Transport via Bahn- und Schiffverkehr zum Einsatz. Der Flugverkehr ist mit einem Anteil von 0,2 % an den Gesamteinfuhren selten. Jedes Verkehrsmittel hat seine eigene Nische; so ist der Flugverkehr tendenziell auf leichte Waren und/oder kleine Mengen, die einen hohen Kilogrammpreis aufweisen, spezialisiert. Via Flugverkehr werden vorwiegend Gemüse, Schaffleisch und Fisch sowie exotische Früchte importiert. Via Schiffverkehr werden vor allem Ölkuchen, Reis, Getreide und Kaffee eingeführt.

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Bericht zur Lage Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Juni 2021

12.07.21 | Mit Hitzetagen vor allem um die Monatsmitte war dies der viertwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Gewitter gab es mehrheitlich im ersten und letzten Monatsdrittel. Kräftige Gewitter mit Starkniederschlägen, Hagel und Sturmböen zogen ab dem 18. Juni über die Schweiz. Teils fielen hohe Regenmengen innert kurzer Zeit, was in mehreren Gebieten auf der Alpennordseite zu Überschwemmungen führte. Bereits im Mai gab es zahlreiche Hagelschäden (Tabelle 1.5). Für den Juni liegen Agristat die genauen Meldungen noch nicht vor. Es gab aber ausserordentlich viele Hageltage. Insbesondere gab es am 28. Juni ein aussergewöhnlich grosses Hagelereignis mit Hagelkörnern von einem Durchmesser bis zu 7 cm. Es ist daher von zahlreichen Schäden auszugehen. Nachdem kalten und nassen Mai konnte im Juni viel geheut werden. Die Heuernte startete dieses Jahr somit eher spät: Der Rückstand auf den mittleren Termin der Vergleichsperiode 1981−2010 betrug 6 Tage.

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Statistik der Woche
Woche 26/2021

05.07.21 | Die Umsätze mit Nahrungsmitteln sind schon seit längerer Zeit zur Stütze des Detailhandels geworden. Während der Corona-Krise hat ihre Bedeutung nochmals stark zugenommen. Im Mai 2021 lagen die Umsätze mit Nahrungsmitteln gemäss Bundesamt für Statistik zwar immer noch hoch (118,2 Punkte), sie sind aber im Vergleich zum Vormonat (121,9 Punkte) und zu 2020 (123,9 Punkte) zurückgegangen. Offensichtlich nimmt der Einkaufstourismus wieder zu. Falls er das frühere Niveau erreicht, kann dies die Produzentenpreise vor allem bei jenen Nahrungsmitteln unter Druck setzen, bei denen der Inlandanteil hoch ist und sich die Produktion der zeitweise erhöhten Nachfrage angepasst hat. Dies betrifft z.B. die Produktion von Milch, Schlachtschweinen und Gemüse.

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Statistik der Woche
Woche 25/2021

25.06.21 | In den letzten Jahren war die Schweizer Landwirtschaft wenig von Hagelschäden betroffen. Dafür lagen die Vergütungen für Elementarschäden von 2015 bis 2020 höher als in der Periode von 2008 bis 2014. Allerdings wurde das Niveau des Ausnahmejahres 2007 bei den Elementarschäden bisher nicht mehr erreicht. Die letzten bedeutenden Hageljahre waren 2013 und vor allem 2009 mit Schadenvergütungen von 66,4 bzw. 108,3 Millionen Franken. Im letzten Jahr wurden gemäss Schweizer Hagel nur 8,5 Millionen Franken Entschädigungen für Hagelschäden von landwirtschaftlichen Kulturen ausbezahlt. Im laufenden Jahr dürften allein die Unwettern der zweiten Junihälfte schon mehr Schäden verursacht haben.

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Stellungnahmen Vernehmlassung Änderung Agrareinfuhrverordnung; Verlängerung Mindestgrenzschutz Zucker

23.06.21 | Wir bedauern, dass die Eidgenössischen Räte die Debatte zur parlamentarische Initiative 15.479 Stopp dem ruinösen Preisdumping beim Zucker! Sicherung der inländischen Zuckerwirtschaft nicht wie vorgesehen in der Sommersession abschliessen konnten. Der Umstand hat weitere grosse Unsicherheiten für die Schweizer Zuckerrübenproduzenten bei der Anbauplanung und den Vertragsabschlüsse 2022 zur Folge.

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Statistik der Woche
Woche 23/2021

11.06.21 | Aktuell gehen die Weltmarktpreise für Agrarrohstoffe durch die Decke. Dafür gibt es viele Gründe: Steigende Erdölpreise, gestiegene Transportkosten, der hohe Bedarf von China, schwache Ernten in den USA. Die Entwicklung erinnert an die Jahre 2007/2008. Im Hochpreisland Schweiz, wo der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel tief liegt, wird dies zu keinen grösseren Problemen führen. In Entwicklungsländern, wo oft die Hälfte des Einkommens für Nahrungsmittel ausgegeben wird, wird die Lage für ärmere Einwohner ungemütlich. Der Anstieg der Weltmarktpreise – auch die Preise für Erdöl und Düngemittel steigen deutlich an – wird die Produktionskosten der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe ansteigen lassen.

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